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Wenn der Pilz kommt – Meine Erfahrung mit Kraut- und Braunfäule bei Tomaten

  • florianhoedlmoser
  • 1. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit
Ich liebe Tomaten. Jedes Jahr ziehe ich sie mit Vorfreude vor, pflege sie im Hochbeet und hoffe auf eine reiche Ernte. Doch dieses Jahr hat mir ein altbekannter Feind wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht: Kraut- und Braunfäule.
Ich liebe Tomaten. Jedes Jahr ziehe ich sie mit Vorfreude vor, pflege sie im Hochbeet und hoffe auf eine reiche Ernte. Doch dieses Jahr hat mir ein altbekannter Feind wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht: Kraut- und Braunfäule.

Trotz regelmäßigen Ausgeizens, gutem Luftaustausch, vorbeugenden Spritzungen und gesundem Standort war es irgendwann soweit. Die ersten Flecken zeigten sich an den unteren Blättern – bräunlich, eingefallen, leicht schleimig. Ich habe gezögert, gehofft, ignoriert. Doch schon wenige Tage später war klar: Das ist kein kleiner Schaden – das ist der Anfang vom Ende.

Die Kraut- und Braunfäule ist ein aggressiver Pilz, der sich schnell über die ganze Pflanze ausbreitet – über Spritzwasser, Luftfeuchtigkeit oder direkten Kontakt. Und wenn man nicht schnell handelt, hat man in kürzester Zeit nicht nur eine kranke Pflanze, sondern einen Verlust der kompletten Tomatenernte.

Ich habe mich schweren Herzens entschlossen, alle befallenen Pflanzen zu entfernen – mitsamt Wurzel. Das tut weh, wenn man seit Wochen gießt, stützt, düngt. Aber es ist notwendig. Der Pilz ist extrem hartnäckig, und was viele vergessen: Die befallenen Pflanzenteile dürfen nicht auf den Kompost. Die Sporen überleben dort und könnten im nächsten Jahr das gleiche Spiel von vorn beginnen.

Auch die Erde ist ein Thema. Sobald der Pilz da war, sollte sie nicht mehr für Tomaten oder andere Nachtschattengewächse wie Paprika, Melanzani oder Kartoffeln verwendet werden. Für andere Pflanzen wie Salat, Kohl, Zwiebeln oder Karotten ist sie allerdings unbedenklich – sie gehören zu anderen Pflanzenfamilien und sind nicht betroffen.

Ich habe die Erde ausgetauscht, die Gefäße ausgewaschen und ein paar neue, schnelle Herbstkulturen eingesetzt. Vielleicht Spinat. Vielleicht Radieschen. Vielleicht einfach eine kleine Auszeit fürs Beet.

Denn manchmal heißt Gärtnern auch: Verluste akzeptieren. Loslassen. Und den Mut haben, Platz für Neues zu schaffen.



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